Hatschepsut – die Frau, die Pharao wurde

Dieser Artikel ist Teil unserer Reihe „Königinnen des Nils” – wir stellen die faszinierenden Frauen und Orte vor, die unsere Frauenreise nach Ägypten so besonders machen.

Wenn von mächtigen Herrschern des Alten Ägypten die Rede ist, fallen meist Namen wie Ramses, Tutanchamun oder Cheops.

Doch eine der erfolgreichsten Persönlichkeiten der ägyptischen Geschichte war eine Frau.

Ihr Name: Hatschepsut.

Sie regierte vor rund 3.500 Jahren als Pharao über Ägypten und bewies in einer von Männern dominierten Welt außergewöhnlichen Mut, politische Klugheit und Weitblick.

Bis heute gilt sie als eine der faszinierendsten Frauen der Antike.

Wer war Hatschepsut?

Hatschepsut wurde um 1507 v. Chr. geboren und gehörte zur 18. Dynastie des Alten Ägypten.

Ursprünglich war sie als Königin und Gemahlin des Pharaos Thutmosis II. vorgesehen.

Nach dessen Tod sollte ihr noch sehr junger Stiefsohn Thutmosis III. den Thron übernehmen.

Doch Hatschepsut entschied sich für einen ungewöhnlichen Weg.

Sie übernahm zunächst die Regentschaft und ließ sich schließlich selbst zum Pharao krönen.

Ein Schritt, der in der Geschichte Ägyptens nahezu beispiellos war.

Eine Frau auf dem Thron Ägyptens

Um ihre Herrschaft zu legitimieren, ließ sich Hatschepsut in vielen Darstellungen sogar mit den traditionellen Insignien eines männlichen Pharaos zeigen – inklusive Zeremonialbart.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sie ihre Identität als Frau verleugnete.

Vielmehr nutzte sie die bekannten Symbole der Macht, um ihre Position in einer von Männern geprägten Gesellschaft zu festigen.

Ihre Regierungszeit dauerte mehr als zwanzig Jahre – eine bemerkenswert lange und erfolgreiche Herrschaft.

Frieden statt Eroberungen

Während viele Pharaonen vor allem durch Kriege bekannt wurden, setzte Hatschepsut andere Schwerpunkte.

Sie förderte Handel, Diplomatie und wirtschaftliche Entwicklung.

Berühmt wurde insbesondere ihre Expedition ins sagenumwobene Land Punt, das vermutlich im heutigen Ostafrika lag.

Von dort brachten ihre Schiffe Weihrauch, Ebenholz, Gold und exotische Pflanzen nach Ägypten.

Diese Handelsmission gilt als eine der bedeutendsten Unternehmungen ihrer Zeit.

Der Tempel von Deir el-Bahari

Das sichtbarste Vermächtnis Hatschepsuts ist ihr monumentaler Totentempel in Deir el-Bahari bei Luxor.

Vor der Kulisse steiler Kalksteinfelsen erhebt sich eine der beeindruckendsten Tempelanlagen Ägyptens.

Die klaren Linien, die harmonische Architektur und die außergewöhnliche Lage machen den Tempel zu einem Meisterwerk antiker Baukunst.

Viele Besucher empfinden ihn als eine der schönsten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Warum man lange versuchte, sie zu vergessen

Nach ihrem Tod verschwanden viele Darstellungen und Inschriften Hatschepsuts.

Lange vermuteten Historiker, ihr Nachfolger Thutmosis III. habe versucht, ihre Erinnerung aus der Geschichte zu löschen.

Heute gehen viele Forschende davon aus, dass politische Gründe und dynastische Interessen dahinterstanden.

Dennoch überdauerte ihr Vermächtnis die Jahrtausende.

Und vielleicht macht gerade dieser Umstand ihre Geschichte so faszinierend.

Warum Hatschepsut Frauen bis heute inspiriert

Hatschepsut steht für Mut, Selbstvertrauen und die Fähigkeit, neue Wege zu gehen.

Sie übernahm Verantwortung in einer Situation, in der niemand mit einer Frau auf dem Thron gerechnet hatte.

Sie führte ihr Land erfolgreich durch eine Zeit des Wohlstands und hinterließ Bauwerke, die bis heute Besucher aus aller Welt beeindrucken.

Für viele Frauen ist sie deshalb weit mehr als eine historische Figur.

Sie ist ein Symbol dafür, dass Führung viele Gesichter haben kann.

Hatschepsut auf unserer Frauenreise nach Ägypten

Ein Höhepunkt unserer Reise „Königinnen des Nils“ ist der Besuch ihres Tempels bei Luxor.

Wer vor den monumentalen Terrassen steht und die gewaltige Kulisse der Wüste erlebt, versteht schnell, warum Hatschepsut zu den faszinierendsten Frauen der Weltgeschichte zählt.

Häufige Fragen zu Hatschepsut

War Hatschepsut wirklich Pharao?

Ja. Sie regierte offiziell als Pharao und nicht lediglich als Regentin.

Etwa 20 bis 22 Jahre – eine außergewöhnlich lange Regierungszeit.

In Deir el-Bahari am Westufer von Luxor.

Sie war eine der wenigen Frauen, die als Pharao über Ägypten herrschten und das Land erfolgreich führten.

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